Tumorboard des Zentrums im St. Josef Krankenhaus

Bei der Therapie von bösartigen Tumoren des Verdauungstraktes koorperieren Ärzte vieler Spezialdisziplinen und Angehörige nichtärztlicher zusammen. Die Art und das Ausmaß der Therapie hängt von vielen Umständen ab.

Um die Zusammenarbeit von Internisten, Röntgenärzten, Strahlentherapeuten, Chirurgen, Pathologen und Intensivmedizinern im Kampf gegen Magen- und Speiseröhrenkrebs zu intensivieren wurde 2002 von Prof. Dr. Etienne Wenzl und mir das sogenannte „Interdisziplinäre Onkoforum Ösophagus-Magen“ im AKH Wien gegründet. Wöchentlich wurden Fallbesprechungen durchgeführt und dabei Therapieentscheidungen bzw. -empfehlungen getroffen. Später wurde eine spezielle seltene Tumnorart – der gastrointestinale Stromatumor kurz GIST – in die Zuständigkeit des Onkoforums inkludiert. 2010 wurde das Onkoforum in das sogenannte Comprehensive Cancer Center der Med Uni Wien inkludiert und besteht heute noch als eines der diversen Boards der Klinik.

Auch im Herz-Jesu Krankenhaus wurde in Kooperation mit der Onkologischen Abteilung des St. Josef Krankenhauses und der Abt. f. Strahlentherapie des KH Hietzing ein Tumorboard auf telemedizinischer Basis gegründet, und zwar im Mai 2013. Seit Gründung wurden bis Ende 2014 über 150 PatientInnen mit bösartigen Tumoren v.a. des Verdauungstraktes betreut und Therapiekonzepte erstellt.

Mit der Übersiedlung des Zentrums für Speiseröhren- und Magenchirurgie in das St. Josef Krankenhaus als onkologisches Zentrum der Vinzenzgruppe Wien erfolgte auch die Eingliederung in das dort etablierte Tumorboard. Mit etwa 50 Sitzungen pro Jahr und etwa 15-20 Fallbesprechungen pro Sitzung werden insgesamt mindestens 850 Fallbesprechungen pro Jahr geleistet

ÄrztInnen und betroffenen PatientInnen ist der Zugang zu diesem Zentrum und Tumorboard über die Spezialambulanzen der Abteilung für Chirurgie möglich (Anmeldung unter 01 87844 DW 2535, werktags zwischen 10:00 und 13:00; oder elektronisch über die homepage des St. Josef-Krankenhauses) oder über die Abteilung für Innere Medizin I (Onkologie).